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Alltägliche Dinge und -Umgebungen werden zunehmend mit Kleinstcomputern ausgerüstet und drahtlos an das Internet angebunden. Man geht davon aus, dass schon in wenigen Jahren mehr „Intelligente Dinge“ ans Internet angeschlossen sein werden als heute Menschen auf der Erde leben.

So erfassen schon heute in Barcelona und Moskau tausende in den Asphalt eingelassene und mit dem Internet verbundene Minicomputer mit Sensoren freie Parkplätze, so dass Fahrer mit Smartphone über das Internet jederzeit abrufen können, wo der nächste freie Parkplatz ist.

Viele dieser Anwendungen im Bereich „Intelligenter Städte“ und „Intelligenter Gesundheitsversorgung“ erfordern höchste Verlässlichkeit vom resultierenden „Internet der Dinge“, da Ausfälle hier fatale Auswirkungen haben können.

Quelle: EU-Projekt RELYonIT

Quelle: EU-Projekt RELYonIT

Diese Verlässlichkeit ist heute nicht gewährleistet, insbesondere da die „Intelligenten Dinge“ extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sein können.

Während sich der Asphalt in der Sonne Barcelonas auf bis zu 80 Grad aufheizen kann, sind Temperaturen von -30 Grad in Moskau keine Seltenheit.

Ferner kommt es durch die hohe Auslastung des Frequenzspektrums häufig zu Fehlern und Verzögerungen bei der Funkübertragung.

Diese Verlässlichkeit zu gewährleisten ist zentraler Forschungsgegenstand des im Oktober 2012 gestarteten Forschungsprojektes „Research by Experimentation for Dependability on the Internet of Things“ (RELYonIT) welches von Prof. Dr. Kay Römer am Institut für Technische Informatik koordiniert wird. Die Lübecker Informatiker werden hier eng mit dem Swedish Institute of Computer Science, der Technischen Universität Delft, der Universität Lancaster und den spanischen Firmen Worldsensing und Acciona zusammenarbeiten. Dabei sollen unter anderem die bereits bestehenden experimentellen Infrastrukturen „WISEBED“ und „SmartSantander“ erweitert werden, um den Einfluss von Umgebungsbedingungen auf drahtlos vernetzte „Intelligente Dinge“ zu untersuchen. WISEBED ist eine ebenfalls von Lübeck aus koordinierte Forschungs- und Entwicklungsplattform für solche Netze. SmartSantander ist ein internationaler Forschungsverbund für Infrastrukturen und Dienstleistungen in einer „Intelligenten Stadt“.

Quelle: Universität zu Lübeck

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