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Wörterbuch und App sollen im Notfall helfen: Feuerwehrleute finden darin Formulierungen und Tonaufnahmen für Einsatzkommandos und Entscheidungsfragen in 20 verschiedenen Sprachen. Das Fachsprachenzentrum der Universität Bielefeld hat die Feuerwehr Arnsberg bei der Erstellung der aktuell dritten Auflage ihres Einsatzwörterbuches sowie der Programmierung der neuen App unterstützt. Beides soll im Einsatzfall die sprachliche Verständigung zum Beispiel mit Geflüchteten erleichtern. Die App steht ab sofort auf der Website der Feuerwehr Arnsberg zum Download bereit.

„Wie viele Menschen sind noch im Haus?“ „Bitte zeigen Sie mir den Weg!“ oder „Wir kümmern uns um Sie“ sind Sätze, die in der Kommunikation eines Feuerwehr-Einsatzes zentral sind. Das Einsatz-Wörterbuch hilft Feuerwehrleiterinnen und -leitern bei einem Notfall mit Menschen zu kommunizieren, die der deutschen Sprache nicht oder nur teilweise mächtig sind. In einer Einsatz-Situation können sie mit dem Wörterbuch in der jeweils erforderlichen Sprache die wichtigsten Anweisungen geben und Fragen stellen, um Informationen zu übermitteln und zu erhalten. „Am wichtigsten ist dabei die Aussprachehilfe. Die in dem Wörterbuch aufgeführten Fragestellungen sind so formuliert, dass entweder eine Ja/Nein-Antwort möglich ist oder dass die Information durch Gestik übermittelt werden kann“, erklärt Dr. Susanne Hecht, Leiterin des Fachsprachenzentrums der Universität Bielefeld.

Lehrbeauftragte des Fachsprachenzentrums und Studierende produzierten die Sprachaufnahmen und Übersetzungen. Auch die vereinfachte Lautschrift zur Aussprache der Texte durch die Feuerwehrangehörigen und die typografische Darstellung wurde zum großen Teil von der Universität Bielefeld erstellt. „Es handelt sich um keine wissenschaftliche Umschrift. Für uns war die leichte Lesbarkeit vorrangig. Dabei waren allerdings die Regeln für die Lautdarstellung auf die Möglichkeiten begrenzt, die uns das Deutsche bietet. Wie bringt man da nun Laute unter, die im Deutschen nicht vorhanden sind? Worauf kann man verzichten, wann wird es völlig unverständlich? Was ist Feuerwehrleuten in der Einsatzsituation an Differenzierung zuzumuten?“ sagt Susanne Hecht.

In der nun dritten Auflage des Wörterbuches der Arnsberger Feuerwehr wurden 13 neue Sprachen aufgenommen. Diese wurden vornehmlich entsprechend der Nationalitäten der in den vergangenen Monaten zugewanderten Menschen ausgewählt. So wurden Sprachen wie Arabisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch oder Türkisch durch Sprachen wie etwa Albanisch, Bulgarisch, Dari/Farsi oder auch Kurdisch, Kroatisch und Serbisch ergänzt.

Das Einsatz-Wörterbuch der Arnsberger Feuerwehr ist zudem zum ersten Mal digital als App entwickelt worden. Die Smartphone-App ergänzt die Informationen durch ein Tonbeispiel. Der Bielefelder Informatikstudent Fazel Rabi Nasry erstellte die App: „Das Design beschränkt sich aufs Wesentliche. Schnell das Passende finden können – das ist das wichtigste Kriterium bei der App.“ Fazel Nasry kommt aus Afghanistan und spricht sieben Sprachen.

Die Smartphone-App zum Einsatz-Wörterbuch kann auch offline verwendet werden. Sie ist für das Android-Betriebssystem verfügbar. Weitere Versionen dieser Anwendung für die Betriebssysteme iOS und Windows sollen, wenn möglich, später folgen.

Das Einsatz-Wörterbuch wurde im März 2014 offiziell in Gebrauch genommen und auf allen Fahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst in Arnsberg hinterlegt. Seitdem wird es von vielen deutschen Feuerwehren und auch von Einsatzkräften in Österreich und der Schweiz genutzt. Susanne Hecht hofft, dass sich besonders über die App das Einsatzwörterbuch nicht nur in Feuerwehrkreisen, sondern auch bei der Polizei, dem DRK, den Johannitern und anderen Hilfsorganisationen im deutschsprachigen Raum verbreiten wird.

Quelle: Universität Bielefeld

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