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Lebensmittelsicherheit ist ein Oberbegriff für Maßnahmen und Konzepte, deren Anwendung  sicherstellen sollen, dass von den Lebensmitteln keine gesundheitlichen Schädigungen ausgehen können und die Lebensmittel für den Endverbraucher zum Verzehr sicher sind.

Risikobewertung funktioniert nicht ohne fundierte Datenlage. In systematischen Mess- und Beobachtungsprogrammen – sogenannten Monitoring-Projekten – untersucht die amtliche Überwachung daher Lebensmittel auf unerwünschte Stoffe wie Pflanzenschutzmittel, Mykotoxine oder Schwermetalle.

Ziel dieser laufenden Untersuchungen ist es, Gefährdungspotenziale durch bestimmte Stoffe frühzeitig aufzudecken. Gesetzlich festgelegte Höchstgehalte für gesundheitlich nicht erwünschte Stoffe können so überprüft und im Bedarfsfall angepasst werden. Längerfristig soll das Monitoring dazu dienen, Trends aufzuzeigen und eine Datenbasis für die Risikobewertung zu schaffen. Anders als die amtliche Kontrolle ist das Lebensmittel-Monitoring kein klassisches risikoorientiertes Kontrollinstrument, sondern es dient vielmehr dem Erkenntnisgewinn.

Es ist ein Vorsorgeinstrument. Seit 1995 wird das Monitoring gemeinsam von Bund und Ländern durchgeführt. Für die Überwachungsbehörden der Länder heißt das: Sie müssen neben ihren routinemäßigen Untersuchungsaufgaben weitere Proben für das Monitoring ziehen und diese analysieren. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erfasst diese Daten, wertet sie aus und veröffentlicht jährlich einen Monitoring-Bericht. Welche unerwünschten Stoffe untersucht werden sollen und welches Untersuchungsamt dafür zuständig ist, legen Bund und Länder jährlich in einem detaillierten Plan fest. Neben Lebensmitteln umfasst dieser Plan seit 2010 auch Kosmetika und Bedarfsgegenstände, zum Beispiel Lebensmittelverpackungen oder Besteck. Die Probenauswahl erfolgt nach zwei Konzepten: Das Warenkorb-Monitoring umfasst Lebensmittel aus einem repräsentativen Warenkorb, der auf Grundlage nationaler Verzehrsstudien abgeleitet wird. Welche Stoffe untersucht werden, orientiert sich auch daran, welche Rückstände und Kontaminanten in der Vergangenheit auffällig waren. In das Warenkorb-Monitoring integriert ist außerdem das EU-weit durchgeführte Kontrollprogramm zu Pestizidrückständen.

Im Projekt-Monitoring werden aktuelle stoff- beziehungsweise lebensmittelbezogene Fragestellungen aufgegriffen. 2012 steht zum Beispiel die Untersuchung von Schwermetallen im Wildfleisch auf dem Programm. Die Monitoring-Ergebnisse liefern langfristig einen Überblick über bestimmte, unerwünschte Stoffe, denen der Verbraucher ausgesetzt ist. Ein umfassendes Bild geben sie jedoch nicht, denn es können pro Jahr immer nur einzelne Kontaminanten und Teile des Warenkorbs untersucht werden. Das Lebensmittel-Monitoring ist als Vorsorgeinstrument nur eine unterstützende Säule bei der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit. An erster Stelle muss der Hersteller für die Lebensmittelsicherheit gerade stehen.

Quelle: Dr. Christina Rempe, www.aid.de

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