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Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Zurück bleiben bröckelnde Infrastrukturen, die den Alltag erschweren. Einige Menschen wehren sich gegen diesen Trend. Jetzt bekommen sie Unterstützung von Forschern: Auf der CeBIT stellen diese vor, wie sie mit vernetzter IT neue Geschäftsmodelle auf dem Land schaffen wollen.

Ein einsamer Heuballen kullert müde über die staubtrockene Piste. Irgendwo knarzt eine Holztür in ihrem alten Scharnier. Keine Menschenseele. Weit und breit. Das Szenario kennen wir aus alten Westernfilmen. Doch auch viele deutsche Gemeinden und Dörfer wirken heute fast entvölkert. Erst diesen Sommer titelte eine große deutsche Tageszeitung: »Junge Menschen ziehen massenhaft in die Metropolen«. Und mit den Menschen auch die dazugehörige Infrastruktur. Kein Bäcker, der Brot backt, kein Bus, der an der Haltestelle wartet, kein Arzt, der sich um einen kümmert, wenn man krank ist. Dabei träumen gerade viele Stadtmenschen vom Leben auf dem Land: die Natur, die Tiere, der viele Platz, die frische Luft. Und das alles fernab vom Stress, Lärm und Trubel der Großstadt. Aber eben auch fernab von allem anderen.

Die Bevölkerung auf dem Land schafft Konzepte, die der bröckelnden Infrastruktur entgegenwirkt: Es gibt Nahverkehrsbusse, die auch Pakete liefern, Schulbusse, die Schüler nicht an der Haltestelle absetzen, sondern direkt an der Haustür, und, und, und. Die Not in weniger dicht besiedelten Gegenden macht erfinderisch. »Das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft. Wir können die vorhandenen Initiativen, die ländliche Infrastrukturen erhalten wollen, noch intelligenter nutzen: Indem wir sie über moderne Kommunikationstechnologie miteinander vernetzen«, sagt Dr. Mario Trapp vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern und nennt ein Beispiel: »Ohne die Schüler gäbe es mittlerweile in manchen Regionen überhaupt keine Personenbusse mehr. Andernorts gibt es Mitfahrangebote. Wüssten alle Beteiligten voneinander, könnte mit Hilfe moderner IT das Transportsystem einer ganzen Region optimiert werden«.

Neue Plattform »Smart Rural Areas« zur CeBIT

Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, entwickelt das IESE eine Plattform, die unterschiedliche IT-Systeme miteinander verbindet – etwa die Bus- mit der Paketlogistik. Das System stellt die notwendigen Schnittstellen bereit, über die einzelne Insellösungen in Echtzeit und sicher miteinander kommunizieren können. Die Technologie ist Basis des Living Lab »Smart Rural Areas«, das die Forscher vom 16. bis 20. März auf der CeBIT in Hannover vorstellen (Halle 9, Stand E40). Hier können die Menschen ihre Geschäftsmodelle für den ländlichen Raum anhand einer realen Simulation testen – und das, ohne die Anwendung jeweils neu für ihre Zwecke programmieren zu müssen. Noch geschieht das mit bereits erhobenen Daten. Ab nächstem Jahr kommen Informationen hinzu, die bei Pilotprojekten in der Region gesammelt werden.

»Es ist nicht trivial, einzelne IT-Systeme zusammenzuschalten. Hinzu kommen spezielle Herausforderungen für die IT-Vernetzung auf dem Land«, so Trapp. Im Gegensatz zur Stadt können die Daten nicht durchgängig vom Sensor bis zur Cloud fließen. Das Problem: Hinter den einzelnen Welten der IT-Systeme stehen unterschiedliche Softwareprotokolle, IT-Infrastrukturen, Computersprachen, Entwicklungsstadien, Simulatoren, etc.. Die Bausteine ländlicher Netze sind weit verteilt und müssen auch dann funktionieren, wenn sie vom Netz abgekoppelt werden – zum Beispiel bei Problemen im Funknetz oder Breitband.

Im Living Lab entstehen zunächst Simulationen für Modellregionen in Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung unterstützt das Projekt. Im Frühjahr nimmt ein neues Forschungslabor am IESE in Kaiserlautern dafür seine Arbeit auf. »Viele Firmen sehen das Potential der neuen IT-Welt auf dem Land, scheuen jedoch die hohen Investitionen. Im Living Lab können sie sich ausprobieren. Das ist auch für kleine und mittelständische Unternehmen oder Start-ups interessant. Im Mittelpunkt unserer Forschung steht immer der Mensch. Dabei muss uns aber klar sein, dass Technologie der entscheidende Faktor ist, dem Land eine Zukunftsperspektive zu geben. Unser Ziel ist es, die Menschen zusammenzubringen, die am Landleben von morgen arbeiten, und ihnen eine Entwicklungs- und Testplattform für innovative Ideen zu liefern«, so Trapp.

»Mit dem Living Lab ist ein erster Schritt zum smarten Landleben getan. Natürlich ist das erst der Anfang. Aber wir versuchen bereits jetzt, das umzusetzen, was möglich ist«, sagt Trapp. Zum Beispiel über Smartphones, die heute jeder in der Tasche hat. Über sie wollen die Wissenschaftler an Tankstellen einen Paketservice organisieren. »Denn die stehen meist an Hauptverkehrsströmen der Pendler und sind deshalb auch für Menschen erreichbar, die weiter ab vom Schuss leben«, so Trapp. Bei diesem Ansatz gibt es nur Gewinner: Der Empfänger, der sein Paket bequem nach der Arbeit abholen kann – die Info bekommt er über das Smartphone. Die Paketbranche, die sich die teure letzte Meile zum Empfänger spart. Und die Tankstelle, die an der zusätzlichen Dienstleistung verdient.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft

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